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  Bundesstützpunkt und Landesleistungszentrum

wasserball

Wasserball (männlich) ist in Berlin Schwerpunktsportart, seitdem der damalige DSB erstmals - nämlich 1997 - diese Anerkennungen vorgenommen hat. Damit verbunden war seither die durchgängige Anerkennung als Bundesstützpunkt. Auch für den kommenden Olympiazyklus ist diese Einstufung des Standortes Berlin - als Hochburg des  deutschen Wasserballsports - unstrittig.

Wasserball verfügt seit Jahren über eine stabile Kaderpyramide im Bundeskaderbereich (A- bis C-Kader), seit 1997 in der Regel mehr als 20 Bundeskaderathleten. Der überwiegende Teil dieser Kader war bzw. ist Mitglied der deutschen Nationalmannschaft. Schauen Sie sich hierzu auch die namentlichen Benennungen auf den Internetseiten zu den Bundes- und Landeskadern im Wasserball an.

Wasserball

  • Trainersituation
Für das leistungssportliche Training stehen folgende hauptamtliche Trainer zur Verfügung:

 - Stefan Pieske (Olympiastützpunkttrainer),
 - Gerhard Thiedke (Verbandstrainer),
 - Dirk Hohenstein (Leitender Landestrainer) und
 - Slawomir Andruszkiewicz (Mischfinanzierter Trainer).
  • Trainingsstätten
Als Trainingsstätte für den Bundesstützpunkt und das Landesleistungszentrum steht die Schwimmhalle Schöneberg zur Verfügung. Trainiert wird aber auch im Forumbad (Gelände Olympiastadion). An beiden Standorten findet das Schultraining der Poelchau-Schule statt. Für das Krafttraining werden ein Gymnastikraum in der Schwimmhalle Schöneberg, der Kraftraum der Sportschule des Landessportbundes Berlin sowie der vereinseigene Kraftraum der WF Spandau am Forumbad genutzt. Die Schwimmhalle Schöneberg ist in die Trainingsstättenförderung zur Standortsicherung des Bundes eingebunden.
  • Sportliche Leistungen
Die Mehrheit der Berliner Bundeskaderathleten gehört dem Verein „Wasserfreunde Spandau 04“  (WF Spandau) an. Aber auch die SG Neukölln ist ein erfolgreicher Verein, der leistungsorientiert Nachwuchsarbeit leistet und insbesondere auch den Frauenbereich fördert. WF Spandau ist mehrfacher deutscher Meister. Die erfolgreiche Entwicklung von Wasserballsportlern in Berlin hat dazu geführt, dass sich zunehmend auch Sportler anderer Regionen für ein Fortsetzen ihrer sportlichen Karriere in Berlin entschieden haben. Die internationale Bilanz (Olympische Spiele) sieht folgendermaßen aus:

 - Atlanta 1996    09. Platz - mit 3 Berlinern
 - Athen 2004      05. Platz - mit 7 Berliner
 - Peking 2008    10. Platz - mit 8 Berlinern
 - London 2012   keine Qalifikation

Berlin stellt nunmehr ca. 50 % der deutschen Nationalmannschaft. Ein Großteil der Berliner Peking-Starter war an den 8. Plätzen bei der EM 2006 und der WM 2007 sowie Platz 6 bei der EM 2008 beteiligt.
  •   OSP-Betreuung

Die Berliner Wasserballer werden nach Bedarf durch den Olympiastützpunkt Berlin betreut, wenn auch durch die räumliche Entfernung nicht in den Umfängen anderer Schwerpunktsportarten. Hier sind Reserven vorhanden. Weitere Spieler der Nationalmannschaft aus anderen Bundesländern werden im Rahmen zentraler Maßnahmen punktuell mitbetreut. Der Olympiastützpunkt stellt in der Regel für die Lehrgänge in Berlin einen Physiotherapeuten zur Verfügung und unterstützt bei Bedarf die trainingswissenschaftliche Betreuung (z.B. Videoanalysen). Daneben werden leistungsdiagnostische Tests (vor allem Kraft- und Laktatmessungen) genutzt. Jeder Bundeskader wird durch die Laufbahnberatung des Olympiastützpunktes im sozialen Bereich betreut.

   
  • Langfristiger Leistungsaufbau vom Nachwuchs bis zur Spitze
Besonders in den genannten Vereinen wird eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit geleistet. Zur Förderung des sportlichen Nachwuchses im Wasserball ist seit geraumer Zeit ein Landesleistungszentrum etabliert. Regelmäßig werden durch Landestrainer, Olympiastützpunkttrainer und vor allem Vereinstrainer talentierte Sportler gesichtet. Die Talentiertesten erhalten eine Empfehlung zur Aufnahme in die Poelchau-Oberschule (eine der Berliner Eliteschulen des Sports) ab Klassenstufe 7. Hier wird versucht, die sportliche Entwicklung mit der schulischen Ausbildung so optimal wie möglich zu verknüpfen. Eine jährliche Einschulung von 7 Wasserballern wird angestrebt.
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